Zurück
zur Hauptseite: www.gel-o-mat.com
gel-o-mat
Lippstadt
und Zwenkau bei Leipzig
________________________________________________
Pasteurisieren1
________________________________________________
Maßgeblich bei der Speiseeisherstellung sind
bundesweit die Verordnungen über Speiseeis aus den 30er Jahren (Speiseeisgesetz)
mit den späteren Änderungen. Ab Februar 1998 und dann nochmal
ab August 1998 änderten sich diese Vorschriften grundlegend, bundesweit
besteht jetzt eine einheitliche Regelung. Trotz aller Vorschriften ist
es heute für Eisdielen und Konditoreien ein lukratives Geschäft,
dem Kunden ein selbst hergestelltes, schmackhaftes und frisches Speiseeis
zu servieren, das gern verzehrt wird und das Verlangen nach einer weiteren
Portion weckt. Damit für die Eisherstellung nur einwandfreie Rohstoffe
Verwendung finden, hat der Gesetzgeber eine Höchstkeimzahl von 100.000
ml vorgegeben. Diese Keime entstehen nicht aus dem Nichts, fast jeder Rohstoff
enthält bereits einen Keimstamm. Auch durch Geräte und Gefäße
können Keime in den Eismix gelangen. Der Eismix stellt einen idealen
Nährboden für die Keime dar, so dass sie sich rasch vermehren
können. Um eine überhöhte Keimzahl auszuschließen,
muss der Eismix vor dem Gefriervorgang einer pasteurisierenden Erhitzung
unterzogen werden.
________________________________________________
Pasteurisieren
2
________________________________________________
Zur Pasteurisierung wird der Eismix in den Eisdielen
in großen Pasteurisierern (60l, 110l) erhitzt und 30 Minuten auf
+65 Grad C, oder 15 Minuten auf +72 Grad C, oder 40 Sekunden auf +80 Grad
C, oder 16 Sekunden auf 85 Grad C gehalten und anschließend auf +4
Grad C abgekühlt. Mit einem Rührwerksmotor mit zwei Drehzahlen
wird eine ausgezeichnete Emulgierwirkung im Eismix erreicht. Die Temperatur
wird digital angezeigt und kann als Sonderausstattung mit einem Temperaturschreiber
dokumentiert werden. Ein wesentlicher Vorteil der neuen Pasteurisierer
(z.B. Mixtronic) liegt in der Energieeinsparung, da bei geringer Einfüllmenge
nur bis zur Höhe der Füllung geheizt und gekühlt wird. Nach
erfolgter Pasteurisierung liegen die Keimzahlen bei etwa 10 bis 100 pro
ml, also etwa bei 1 o/oo des zulässigen Wertes.
________________________________________________
Pasteurisieren
3
________________________________________________
Besonders in der Konditorei hat sich die Eismaschine
mit eingebautem Pasteurisierkessel bewährt. Sie erfüllt strengste
hygienische Vorschriften. Diese Eismaschine hat im oberen Teil einen Edelstahlkessel,
der sich im Glykolbad befindet. Unter ständigem Rühren der zwei
Rührflügel wird der Eismix innerhalb von ca. 12 Minuten auf +
80 bis + 85 Grad C erhitzt. Dadurch werden Keime, bis auf einen unbedeutenden
Teil, abgetötet. Ist diese Temperatur erreicht, kann der entkeimte
Eismix, ohne die Maschine zu verlassen, direkt in den darunter liegenden
Gefrierzylinder der Eismaschine abgelassen werden. Innerhalb von drei Minuten
wird dann der Eismix im waagerechten Freezerkessel auf +/-0 Grad C abgekühlt
und in weiteren 7 bis 10 Minuten automatisch zu einem feinen Speiseeis
ausgefroren. Untersuchungen der Fachhochschule für Lebensmitteltechnik
Lippe haben ergeben, dass nach diesem Verfahren hergestelltes Eis nur noch
wenige Keime (unter 100 pro ml) enthält. Selbst bei einer Keimzahl
von 2,35 Mio. pro ml im Eismix enthielt das fertige Eis weniger als 100
lebende Keime pro ml - zulässig sind 100000 Keime pro ml.
Zurück zur Hauptseite: www.gel-o-mat.com
gel-o-mat
Lippstadt
und Zwenkau bei Leipzig
Hans Hötte, Elge gel-o-mat
Eismaschinen, Elektrogesellschaft mbH, 59555 Lippstadt